Die Normierung der Abschreibung in Handels- und Steuerbilanz by Horst Dietz

By Horst Dietz

Wer ein rationales process der Besteuerung will und eine ver. besserte Aussagefiihigkeit der Bilanzierung' zum Zwecke des Aktioniirs- und Gliiubigerschutzes, mul3 sich mit dem challenge der externen Rech nungslegung beschiiftigen. In der betriebswirtschaftlichen Theorie sind nach der Wiederbelebung der Riegerschen Kritik an der Bilanz und aus gehend von investitions - und finanzierungstheoretischen Uberlegungen die Grundfragen der Rechnungslegung in den letzten Jahren erneut auf geworfen worden. Zugleich wurden die Einzelprobleme der Handels und Steuerbilanz in der Praxis weiterdiskutiert. 1m ersten Teil seiner Arbeit hat der Verfasser die theoretische und praktische Diskussion tiber die Notwendigkeit und Ausgestaltung einer Gewinnermittlung in der externen, Rechnungslegung aufgegriffen und sie unter dem, Gesichtspunkt der Besteuerung nach der Leistungsfiihigkeit, der Gleichmiil3igkeit der Besteuerung und der Aussagefiihigkeit der Rechnungslegung weiterge ftihrt. 1m zweiten Teil werden fUr eines der dringendsten Probleme der externen Bilanzierung, das der Abschreibungen, die Einzelheiten ihrer steuerlichen und handelsbilanziellen Behandlung untersucht. Horst Dietz prtift dabei insbesondere die Moglichkeiten, die Abschreibungen zu normieren. Er kommt zu dem Ergebnis, dal3 eine Normierung fUr die externe Bilanzierung betriebswirtschaftlich zweckmiii3ig ist. Die Arbeit meines Schtilers will einen Beit ag liefern, Steuer- und Han delsbilanz betriebswirtschaftlich sinnvoll zu konzipi. eren. Ich hoffe, dai3 diese Arbeit die Diskussion um die Grundlagen der Gewinnermitt lung beleben und vertiefen wird. Dieter Schneider five Vorwort Die Arbeit wurde am eleven. Februar 1970 unter dem Titel "Externe Rechnungslegungund N ormierung der Abschreibung" von der Wirtschafts und Sozialwissenschaftlichen Fakultat der Westfalischen Wilhelms -Uni versitat in Munster (Westfalen) als Dissertation angenommen.

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Wollte man die hier diskutierte okonomische Gewinnrechnung in der Realitat anwenden, legen die praktischen und theoretischen Schwierigkeiten mit ~em Zinsfui3 nahe zu uberlegen, ob der Zinsfui3 von einer aui3erhalb der Unternehmung stehenden Stelle zu normieren sei. Das in der Praxis anzuwendende Naherungsverfahren des okonomischen Gewinnkonzepts fui3t auf dem Ertragswert. Daraus entstehen weitere Einwendungen: Gemessen an der heutigen Bilanzierung wird gegen das Realisationsprinzip verstoi3en. Das mag auf den ersten Blick unbedenklich erscheinen, ja, im Hinblick auf die Darstellung der wirtschaftlichen Lage gar als Vorteil angesehen werden.

Die Konzeption der Unternehmenserhaltung geandert wird. Sieht man davon in der Praxis ab und begniigt sich mit der geschilderten Schwankung des Ertragswertes und des Gewinns, la13t sich daraus auch ein positives Ergebnis ableiten: Der errechnete "schwankende" okonomische Gewinn ware nicht allein fUr die Ausschiittung von Bedeutung, sondern - trotz des Ungewil3heitsproblems und einiger weiterer Einschrankungen (11 7) - auch als ein 1ndiz fUr die wirtschaftliche Lage der Unternehmung brauchbar. Die Anderungen des Ertragswertes und des Gewinns vermittelten einen Eindruck von der Ertragslage der Unternehmung, und zwar aus der Sicht, d.

Diese Meinung andert sich, wenn man die finanziellen Auswirkungen berucksichtigt, die mit diesem Konzept verbunden sind: Der errechnete okonomische Gewinn kann in einzelnen Perioden hoher sein als die Einnahmenuberschusse (bzw. Ausgabenuberschusse) der betreffenden Perioden. Dies tritt ein, wenn anfangliche " unterdurchschnittliche" Periodenuberschusse (bzw. gar Ausgabenuberschusse) durch "uberdurchschnittliche" Ergebnisse spaterer Perioden mehr als ausgeglichen, also uberkompensiert werden. Auf dies en Sachverhalt hat vor allem Honko mit Bezug auf wachsende Unternehmungen und gewinnabhangige Zwangsausgaben (Gewinnausschiittungen und -steuern) hingewiesen.

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