Finanzielle Unternehmenspolitik bei Geldentwertung by Hermann Balzer

By Hermann Balzer

Der Zusammenhang zwischen Inflation und Unternehmenspolitik ist seit der historischen Inflationserfahrung im Anschlu13 an den ersten Weltkrieg in der betriebswirtschaftlichen Literatur und auch in der Praxis vor aHem als challenge des Rechnungswesens behandelt wor den. Mit der BerUcksichtigung von Geldwertanderungen in Ermitt lungsrechnungen neben der gesetzlich vorgeschriebenen Unterneh mensrechnung wurde versucht, eine Gewinnverteilungspolitik so zu betreiben, da13 die Funktionsfahigkeit der Unternehmung gewahrt blieb (Konzeptionender Kapital- und Substanzerhaltung). Angesichts dieser passiven Abbildung von Konsequenzen der Inflation und der sich daraus ergebenden Forderungen nach steuerlicher Entlastung durch den Fiskus und nach Zurilckhaltung der Anteilseigner in den Dividendenansprilchen trat die Frage in den Hintergrund, welche aktiven Ma13nahmen denn im Rahmen der Unternehmenspolitik ge troffen werden k6nnen, um sich einer gegebenen Inflationsentwicklung bestm6glich anzupassen. Hier liegt der Ansatzpunkt fUr die vorliegende Untersuchung, in der Herr Dr. Balzer ein approach von MaJ3nahmen fUr eine optimale Wachstumspolitik bei Inflation entwirft. Als Aktionsparameter wer den die Veranderungen des Anlageverm6gens, der Vorrate und des Geldverm6gens sowie des (Eigen- und) Fremdkapitals diskutiert. Dabei handelt es sich um diejenigen Gr6Ben, die durch die Besteue rung von Inflationsgewinnen oder als Nominalwertpositionen infolge von Geldwertveranderungen gefahrdet sind. Schlie13lich wird im Rahmen der Schuldenaufnahme auch die M6glichkeit der Emission von Indexanleihen geprilft. Auf der Grundlage eines dynamischen Investitions- und FinanzierungsmodeHs gelangt der Verfasser in seiner Arbeit - einer von der Fakultat der Abteilung Wirtschafts wissenschaft der Ruhr-Universitat Bochum im Wintersemester 1978/79 angenommenen Dissertation - zu weiterfUhrenden Hypothe sen Uber die Gestaltung der Vermogens- und Kapitalstruktur fUr wachsende Unternehmen bei Inflation.

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Deutschland in einer neuen Weltära: Die unbewältigte by Gilbert Ziebura, Bonder Michael, Bernd Röttger

By Gilbert Ziebura, Bonder Michael, Bernd Röttger

Um es offen herauszusagen: Dieses Buch verspricht keine beschauliche Feierabend-Lektüre. Das liegt am Gegenstand, aber auch an der artwork und Weise, wie die Autoren ihn behandeln. Es liegt vor allem an den Schlußfolge­ rungen, zu denen sie gelangen. Wir verhehlen nicht, daß sie eine kritische Ge­ genposition zu jener Sicht der Dinge darstellen, die dem/ der Leserln übli­ cherweise aus den Medien entgegenschallt. Sie ist dadurch gekennzeichnet, daß zwar fortwährend von den "Umbrüchen in der Weltpolitik" und von der "größeren weltpolitischen Verantwortung der Deutschen" die Rede ist, daß aber kaum zu Ende gedacht wird, was once derartige Aussagen in Wahrheit bedeu­ ten. Die Gefahr wächst, daß die Augen bewußt verschlossen werden, um die Auswirkungen, die diese gewaltigen Veränderungen bis in das persönliche Le­ ben haben, nicht ernst nehmen zu müssen. Hinzu kommt, daß unsere postmo­ derne Informationsgesellschaft dazu neigt, den Ereignissen die Spitze zu neh­ males, sie zu verschleiern, zumindest aber zu relativieren, nicht selten sogar zu verfälschen. Plötzlich leben wir mit Umbrüchen, als wären es Verkehrsun­ fälle. battle der Golfkrieg nicht wenige Monate nach seinem Ende schon wieder vergessen? Unser Buch versucht, gegen diese shape der "Bewältigung" von Prozes­ sen vorzugehen, von denen es in Sonntagsreden immer wieder heißt, sie hätten "historische Bedeutung". Das geschieht in doppelter Weise. Zum einen geht es darum, die Natur der Umbrüche genauer in den Griff zu bekommen und zwar sowohl auf der globalen wie auf der europäisch-regionalen und schließlich, aber erst dann, auf der deutschlandspezifischen Ebene.

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Seniorengenossenschaften: Modell für eine neue by Ulrich Otto

By Ulrich Otto

1 Elnflihrung 1 2 Fragestellung und Aufbau der Arbeit eight B Seniorengenossenschaften Programmatik, Institutionalisierung und konkrete Arbeit 15 15 1 Programmatik 1m Kontext der Seniorenselbsthilfe I. l Zur Charakteristik programmatischer Bestimniungen 15. ., . 1. 2 Bezugspunkt Selbsthilfe: Bedarf und Ressourcen 18 1. three Bezugspunkt dienstbezogener Bedarfsausgleich: Funktionsbereiche 26 2 Institutionalislerung und konkrete Arbeit 35 Rahmenbedingungen des Landesmodellprogramms 35 2. 1 2. 2 Zur Wahl und Gestaltung der Institutionalisierungsform 37 2. three forty three Aspekte der Organisationsentwicklung fifty two 2. four Aktivitaten im Feld sozialer Dienstleistungen fifty seven 2. five Das Konzept Zeitgutschrift und seine konkrete Ausgestaltung 2. five. 1 Konzepte mit unterschiedlichen Zielen fifty seven 2. five. 2 Wie final sich Selbsthilfe und Solidariilit konkret verregeln? sixty one C Innovationslinien der Altenpolitik im Kontext der internationalen Diskussion - am Beispiel Pflege sixty nine 1 Zum Interpretatlonsansatz des Welfare combine seventy one 2 Die schedule wohlfahrtspolitlschen Umbaus seventy six 2. 1 Das Konzept des allowing kingdom seventy six 2. 2 Marktorientierung im Wohlfahrtssektor eighty 2. three Politik des informellen Sektors ninety one 2. four Umbau sozialer Dienstleistungen 103 2. four. 1 Aexiblere Formen der Dienstleistungsproduktion one hundred and five 2. four. 2 lnteraktion mit statt Ausnutzung von informellen Unterstiitzun- netzwerken 107 2. four. three inner most Verantwortung im Kontext neuen organisierten Pluralismus' 113 2. four. four Integrierte Steuerung fachlicher und wirtschaftlicher Aspekte 114 2. five Politik der Freiwilligenarbeit one hundred fifteen three Zusammenfassung und Bewertung 123 D Differenzierung und Neuformatierung sozialer Alt- arbeit am Beispiel Seniorengenossenschaften a hundred twenty five 1 Engagement zwischen Selbsthllre, Ehrenamt, BUrger- 127 InltiatIven und StaatstiitIgkelt 1.

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Frauen in Führungspositionen in Europa: Band 6: by Christiane Dienel

By Christiane Dienel

Die vorliegende Studie über "Frauen in Führungspositionen in Europa" ist im Auftrag der Johann Jacobs Stiftung in Kooperation mit dem Deutschen Jugendinstitut entstanden. Sie geht auf fünf verschiedene Anlässe zurück: 1. Die unmittelbare Anregung zur Durchführung dieser Untersu­ chung stammt aus der Doppelkonferenz "Self-Efficacy in Chang­ ing Societies" - "Krise der Jugend - Ohnmacht der Institutionen", die die Johann Jacobs Stiftung 1993/94 zur Selbstwirksamkeits­ theorie Albert Banduras durchgeführt hat (s. Edelstein [Hrsg. ], Entwicklungskrisen kompetent meistern, 1995; Bandura, Self­ efficacy. The workout of regulate, 1994). Aus der zweiten dieser Konferenzen entstand auch das Programm zur Förderung selbst­ wirksamer Schulen (s. Edelstein a. a. zero. , S. 89 ff); die Feststellung, daß Männer und Frauen im Verlauf ihrer Sozialisation unter­ schiedliche Muster der Selbstwirksamkeitseinschätzung entwik­ keln (s. Kufner in Edelstein a. a. O. , S. 79f), führte aber auch zur Frage nach den Karrierestrategien erfolgreicher Frauen in Füh­ rungspositionen, die der vorliegenden Studie zugrunde liegt. Die Untersuchung bestätigt in zweifacher Weise die Bedeutung einer "antizipatorischen Sozialisation" für den weiteren beruf­ lichen und privaten Lebensentwurf von Männern und Frauen. Diskriminierung zeigt sich häufig nicht in realen Barrieren auf dem Karriereweg, sondern als künftige Hindernisse vorwegneh­ mender Verzicht.

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Interaktive Geschäftsprozessmodellierung: Dokumentation von by Stefan Leinenbach

By Stefan Leinenbach

Ständige Veränderungen im Umfeld eines Unternehmens erfordern die Anpassung, oft auch die völlige Neugestaltung der bestehenden Organisationsstruktur. In diesem Zusammenhang ist eine modellhafte Abbildung der betrachteten Abläufe erforderlich, um ein gemeinsames Prozessverständnis bei den Mitarbeitern zu erzeugen.

Auf der foundation leicht erlernbarer Beschreibungssprachen zur interaktiven Prozesserhebung und intuitiven Prozessvisualisierung entwickelt Stefan Leinenbach eine Modellierungsmethode, die die an den betrieblichen Abläufen Beteiligten aus der passiven Rolle der Informationslieferanten in die aktive Rolle von Prozessmodellierern und -bewertern versetzt.

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