Autonomie und Familie: Behandlungsentscheidungen bei by Daniel Brauer

By Daniel Brauer

Beiträge zur Patientenautonomie gibt es viele. was once bisher aber kaum Beachtung gefunden hat, ist das Verhältnis zwischen Patientenautonomie und der Familie als personellem Nahraum. Das vorliegende Buch schließt diese Lücke, indem es die Bedeutung von Familienangehörigen bei medizinischen Entscheidungssituationen geschäfts- und einwilligungsunfähiger Patienten untersucht. Der Autor bereitet die Thematik systematisch auf, indem er, ausgehend von einer Darstellung eines Autonomiekonzepts und den Grundlagen der medizinischen Behandlung, der Kernfrage nachgeht, wie die Familie in den Entscheidungsfindungsprozess einbezogen wird und warum. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen untersucht der Autor, ob aus der Einbeziehung der Familie eine Gefährdung für die Autonomie des Einzelnen folgt. Abschließend wendet sich der Autor der Beteiligung von Familienmitgliedern in den Rechtsordnungen der united states und den sich aus einem Rechtsvergleich ergebenden Handlungsimpulsen für das deutsche Recht zu.​

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Kapitel 5 Behandlung am Lebensende und „Sterbehilfe“ I. Allgemeines Entscheidungen am Lebensende werden häufig in einer Situation getroffen, in welcher der Patient geschäfts- und einwilligungsunfähig ist. Daher sind diese Behandlungssituationen besonders in den Blick zu nehmen. 2 Auf dieser Basis ist es möglich, die unterschiedlichen Konstellationen der „Sterbehilfe“ richtig zu erfassen und zu verorten. II. Tötung auf Verlangen („aktive Sterbehilfe“) Unter der Tötung auf Verlangen, auch als „aktive Sterbehilfe“ bezeichnet, ist die Herbeiführung des Todes durch ein Handeln aufgrund eines tatsächlichen oder mutmaßlichen Wunsches einer Person zu verstehen.

14 Hierbei ist auf das durchschnittliche Preis- und Leistungsniveau abzustellen. Vgl.  3.  97. 17 Der inhaltlichen Beurteilung der Handlung als „unvernünftig“ oder „nicht nachvollziehbar“ darf dabei kein Gewicht eingeräumt werden. Dies wäre mit der Anerkennung als selbstbestimmter Entscheidungsträger unvereinbar.  h. 18 2. Abschlussfreiheit Zum Abschluss des Behandlungsvertrags sind grundsätzlich weder der Patient19 noch der Arzt20 verpflichtet. 22 Über die Fälle der Notfallbehandlung hinaus ist es dem Arzt zudem nicht gestattet, bei der Ablehnung von Patienten willkürlich zu verfahren.

37; Kühl, in: Lackner/Kühl, Vorb.  4; Neumann, in: Kindhäuser/Neumann/Paeffgen, Vorb.  A.  84) eine Bestimmung dessen findet, was unter dem Tod zu verstehen ist.  56). 23 Bundesärztekammer, Grundsätze zur ärztlichen Sterbebegleitung, DÄBl.  I. 24 Bundesärztekammer, Grundsätze zur ärztlichen Sterbebegleitung, DÄBl.  773 ff.  120 ff. ; Bundesärztekammer, Grundsätze zur ärztlichen Sterbebegleitung, DÄBl.  335.  3 BGB). Dies war bereits vor dem Inkrafttreten des Patientenrechtegesetzes einhellige Meinung.

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