Ärztliche Gesprächsausbildung: Eine diskursanalytische by Johanna Lalouschek

By Johanna Lalouschek

Dr. Johanna Lalouschek ist Assistentin am Institut für Sprachwissenschaft, Bereich Angewandte Sprachwissenschaft der Universität Wien, interdisziplinäre Forschungstätigkeit und Beratung in den Bereichen Kommunikation in Institutionen (medizinische, schulische, therapeutische Kommunikation) sowie Identität und Sprachverhalten.

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In einem Interview darstellbaren Bereich der formalen Bedingungen und Ablaufschritte von Anamnesegesprächen, und es umfaßt einen indirekt vermittelten Bereich spezifischer sprachlicher Mechanismen, der sie "konditioniert", individuelle Patientendarstellungen in die institutionelle Begrifflichkeit zu übersetzen und psychosoziale Bedeutungen und die affektive und beziehungsorientierte Dimension auszublenden. Da solche Widersprüchlichkeiten und Unvereinbarkeiten, von denen es durch die spezielle Sozialisation, die Rollenerwartungen und die organisatorischen und strukturellen Bedingungen der Institution noch viele gibt, nicht reflektiert und offen bearbeitet werden, müssen sie mit Rationalisierungs- und Abwehrstrategien bewältigt werden (vgl.

Morgan/EngeI1977:32) In diesen beiden Schritten soll es den ÄrztInnen darum gehen, zu zeigen, daß sie eine zwischenmenschliche Beziehung herstellen möchten und daß sie sich um das Wohlergehen des Patienten/der Patientin kümmern, ihn/sie wahrnehmen. Die Erfüllung dieser ersten Schritte ist in den Gesprächen in den Anamnesegruppen besonders wichtig, da die PatientInnen von den Stationen in die Gruppenräume kommen, mit einer Gruppe von ZuhörerInnen konfrontiert sind und mit einem für sie ungewohnten Gesprächstyp.

A. in der akuten Krankheitsphase, fur seinen Zustand und seine Folgen nicht verantwortlich gemacht wird und dessen Versorgungswünsche und Versorgungsansprüche in Verbindung mit körperlichen Beschwerden viel eher erfullt werden. Die psychische Entlastung entsteht dadurch, daß über die Krankheit nicht lösbare Konflikte vorläufig gebannt und die zugehörigen Affekte gebunden und abgewehrt werden (können). Auch im Konzept von Gesundheit unterscheidet sich die psychosoziale von der somatischen Medizin.

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